Newsletter April 2020

 

 
 
  Newsletter n°47 - 10. Juli 2020  
 
 


 

Corona und die Folgen für den Holzmarkt

 

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt auch das Rundholzgeschäft. Viele Sägewerke haben geschlossen oder die Anfuhr stark gedrosselt. Verbindliche Zusagen werden nur noch wochenweise oder maximal für einen Monat getroffen.

Neben dem Rundholz gibt es auch Absatzschwierigkeiten beim Papier. Die Folge ist die Halbierung des Kontingents beim Papierholz.

Noch eine Bemerkung zum Rundholzverkauf. Auch wenn das Rundholz wieder zu einem sehr niedrigen Preis verkauft werden muss, verlangt der Säger schnittfähige Ware.

Was bedeutet dies für den Waldbesitzer?

Hierzu ein Auszug aus einer E-Mail von einem Sägewerk, welche an die WBV’en in Niederbayern versand wurde.

" … auch wenn es der eine oder andere Waldbesitzer nicht glauben mag, haben wir (Anmerkung der Redaktionn: das Sägewerk) tatsächlich auch Qualitätsansprüche hinsichtlich sägefähigen Nadelrundholz!

Ich habe dir ja heute bereits ein paar Fotos von „Schmankerln“ gesendet, denke diese sprechen für sich!

Wir werden aus diesem Grund wie folgt reagieren:

  • • Es werden die nächsten Tage und Wochen bereits im Wald Bereitstellungen stichprobenartig kontrolliert. Sollten einzelne Posten nicht unseren Qualitätsansprüchen genügen, werden wir diese Bereitstellungen ablehnen!
  • • Sollten im Werk Posten angeliefert werden, welche zum überwiegenden Teil nicht sägefähig sind, wird jeweils die komplette Fuhre zum IL-Preis abgerechnet. Wir haben momentan nicht die Zeit, dass wir dann noch die 1-2 sägefähigen Stämme aus solch einer Anlieferung raussortieren!
  • • Wir behalten uns vor, dass wir bei allzu schlechten Anlieferungen die Fuhre komplett ablehnen und sie wieder an den Ursprungsort zurück transportieren. Die kompletten Frachtkosten gehen dann zu Lasten des Waldbesitzers.
  • • Es werden alle Bereitstellungen aus dem I. Quartal hinsichtlich Menge überwacht, sollten hier Überlieferungen festgestellt werden, wird die Übermenge auf den aktuell gültigen April-Vertrag umgebucht

Bitte sprich mit den Liefer-WBV´s, dass diese zukünftig vermehrt auf die Qualitäten und Dimension achten, um hier nicht unnötige Probleme zu verursachen.

MOMENTANE SPITZENREITER AM NEGATIVEN ENDE SIND:

  • • Bockbefall
  • • Überstarke Stämme
  • • Tiefgehende Trockenrisse"

Neben den Konsequenzen für den Waldbesitzer hat dies auch für den Säger die Problematik, dass die Säge öfters still steht oder der Anteil an Ausschuß steigt.

Warum? Die Stämme können auf dem Weg von der Sortierung zum Einschnitt brechen und blockieren das Förderband. Durch diese Stehzeiten entstehen nicht nur Kosten, sondern es vergeht auch wertvolle Zeit diese zum Absortieren der angelieferten Mengen fehlt. Dadurch kann weniger Holz ins Werk geliefert werden. Dies hat wieder zur Folge, dass das Holz länger im Wald liegen bleibt. Der weitere Grund ist, dass das nicht sägefähige Holz in die Hackschnitzel wandert. Gibt es keinen weiteren Platz auf dem Werksgelände oder Absatz für diese Hackschnitzel kommt die Produktion ebenfalls ins Stocken.

Folgend noch Bilder von Stämmen, diese auch nicht vereinzelt mit ins Holzpolter untergemischt werden dürfen.

 

 
 

Bockbefall markiert

 

Bockbefall im Fichtenstamm, meist am Stammfuß deutlich zu erkennen.

 
 

 

 

ueberstarke mit Pilzbefall

 

Überstarker Fichtenstamm (> 50cm Durchmesser), zusätzlich Pilzbefall

dieser Stamm darf nicht zum Pz-Holz

Dahinter ein Stamm mit Trockenrisse. Gehen diese Risse bis weit ins Holz, ist der Stamm nicht mehr sägefähig!

 
 

 

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